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Der zitronengelbe Omnibus

Dies ist die Geschichte von Albert, dem Schulbusfahrer und Eberhard, seinem zitronengelben Omnibus. Es ist eine Geschite über Freude, fröhliches Kinderlachen und eine Welt voller Sonnenschein. Nichts scheint diese heile Welt trüben zu können.

So geht es viele Jahre, tagein, tagaus. Bis zu jenem Tag, an dem Albert zutiefst enttäuscht wird. Von diesem Moment an zieht sich der alte Schulbusfahrer immer weiter in sein selbst geschaffenes Schneckenhaus zurück. Es ist wie eine Einbahnstraße, aus der es kein Zurück gibt. Albert ist dabei, sich selbst aufzugeben. Wird es dem alten Schulbusfahrer gelingen, wieder den Weg zurück ins Leben zu finden?


Der zitronengelbe Omnibus
72 Seiten, mit Illustrationen vom Autor. Erhältlich als Hardcover (16,90), Taschenbuch (12,90) oder E-Book (7,99).
Erschienen 2016 in der Edition BAES

 

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Rezension von Helmuth Schönauer

 

In jedem Kinderbuch steckt auch ein magischer Roman für Erwachsene, der von den Vorleserinnen heimlich aus dem Buch herausgestohlen wird, wenn die Kids eingeschlafen sind.
Johann Kapferer hat mit dem „zitronengelben Omnibus“ in Wirklichkeit einen handfesten Roman aus der Arbeitswelt geschrieben und gezeichnet. Held der Arbeit ist Albert, ein Schulbus-Chauffeur der pädagogischen Extraklasse. Seinen Omnibus kennt er in- und auswendig, er hat ihm den Namen Eberhard gegeben, und Eberhard gehorcht aufs Wort, wenn man die richtigen Pedale und Hebel drückt. Albert bringt seine Schülerschaft nicht nur täglich pünktlich in die Schule, er weckt sie auch auf mit brauchbaren Lebensweisheiten und schreitet mit Mitgefühl ein, wenn es zu laut wird. An besonderen Tagen, wenn die Welt wirklich rund ist, erzählt er auch eine Geschichte.
Aber dann schlägt die Arbeitswelt unerbittlich zu. Das Kreuz vom Albert ist kaputt, irreparabel durchgesessen am Arbeitsplatz, millionenfach durchgesiebt von Schlaglöchern, die der Omnibus Eberhard nicht mehr richtig hat abfedern können. Albert wird in den Krankenstand geschickt und in der Firma wird modernisiert, statt des Oldies werden drei neue Busse angekauft.
Die Zeit ist brutal, wenn sie nicht vom Fleck rückt. Albert ist mittlerweile in Pension und staunt nicht schlecht, als eines Tages sein ehemaliger Arbeitskollege Eberhard am Abschlepphaken zur Verschrottung fährt.
Jetzt mobilisiert Albert aber die letzten Kräfte, stürzt zur Schredder-Anlage, wo einem ehemaligen Schüler gerade das Herz bricht, weil er Eberhard zerschnipseln soll. Mit vereinten Kräften wird der Omnibus freigekauft und im Garten aufgestellt, wobei er nach einer Rundumpflege wieder zitronengelb in die Gegend leuchtet.
Die Schüler vermissen schon lange die Lebensweisheiten und die Umsicht ihres ergrauten Chauffeurs. Jetzt tauchen sie wieder im Garten auf und horchen im alten Bus den jungen Geschichten zu, die Albert erzählt und erzählt. Denn „Einsamkeit ist etwas, das jeden von uns widerfahren kann. […] Sie macht vor niemandem halt. Sie klopft auch nicht an unsere Tür, sondern steht plötzlich mitten im Raum.“ (66)
Und die Moral von der Geschicht: einen guten Arbeitsmenschen verwirft man nicht! In der Härte der Arbeitswelt wirken vernünftige Geschichten beinahe schon wie ein Märchen, wenn etwas gut ausgeht, glaubt man es schon fast nicht mehr.
Johann Kapferer ermuntert die Erwachsenen, einen Sinn aus ihrem Tagwerk zu schöpfen, damit die Geschichte vom zitronengelben Omnibus glaubhaft bleibt, wenn sie am Abend vorgelesen wird.


Dobar und die Tigergitarre*

Dies ist die Geschichte von Dobar, dem kleinen Königstigerjungen. Dobar wünscht sich nichts sehnlicher, als einmal auf einer richtigen Gitarre zu spielen. Ob dieser Wunsch für Dobar in Erfüllung geht? 

Die Antwort auf diese Frage steht noch in den Sternen. Kleine Königstigerjungen spielen schließlich nicht auf einer Gitarre. So sagen es zumindest Dobars Eltern.

Nur eines ist ganz gewiss. Dobar wird alles daran setzen, damit sein größter Traum Wirklichkeit wird und er einmal auf einer richtigen Gitarre spielen darf.


Der mit dem Wolf spricht*

Im Leben des zwölfjährigen Jakob scheint zunächst alles ganz normal. Der Junge wächst in einem wohlbehüteten Elternhaus auf, schreibt gute Noten in der Schule und spielt in seiner Freizeit am liebsten mit seinem besten Freund Daniel.

Doch mit einem Male nimmt sein junges Leben schlagartig einen anderen Verlauf. Durch ein traumatisches Erlebnis verliert der Zwölfjährige seine Stimme. Jakob spricht nicht mehr. 

Für den Jungen beginnt ein langer Leidensweg. Nur allzu oft ist Jakob nahe daran, sich selbst aufzugeben. Doch unerwartet bekommt er plötzlich Hilfe durch ein geheimnisvolles Wesen, einem weißen Wolf.

Dank der Hilfe des Wolfes und seiner Willensstärke gelingt es Jakob zu akzeptieren, warum das Schicksal gerade ihn auf diese harte Probe stellt. Schritt für Schritt lernt er, mit seiner Situation umzugehen.


Stumme Schreie aus der Dunkelheit*

Der vierzehnjährige Julian ist schwer heroinsüchtig. Seine Gedanken kreisen in jeder Sekunde um das tödliche Gift, das längst die Macht über seinen jungen Körper übernommen hat. 

Julian braucht den Stoff wie die Luft zum Atmen.

Andere Jungs in seinem Alter treiben Sport und flirten schon längst mit Mädchen. Julian dagegen hat sich auf den Tanz auf einem Vulkan eingelassen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.

Völlig kraftlos vom täglichen Kampf ums Überleben steuert er immer weiter die Spirale nach unten. Phantasie und Realität verschwimmen. 

Da wird Julian plötzlich Zeuge eines Verbrechens und gerät dabei in höchste Gefahr.

 

* derzeit nicht erhältlich